Immensee


Papiertheater mit Liedern zur Hakenharfe nach Theodor Storm

Storms Novelle „Immensee“ entstand 1849, die in ihr erzählten Ereignisse mögen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Ein alter, einsamer, aber offenbar weit gereister Mann wird im abendlichen Studierzimmer von Gedanken an seine Kindheits- und Jugendliebe Elisabeth übermannt. Seine Erinnerungen an die unerfüllte Liebe durchlaufen verschiedene Stationen der Innerlichkeit und verpassten Gelegenheiten; die gemeinsam erlebte Natur zeigt in Sinnbildern das Unmögliche des Zusammenkommens. Aus Zuneigung zu Elisabeth schrieb der junge Reinhard ihr einst Märchen auf und dichtete für sie; später, auf seinen Reisen, widmet er sich der Sammlung von Volksliedern. Die Andeutungen von Raum und Zeit, von menschlicher Nähe und Entfremdung lassen ein zutiefst melancholisches, aber dennoch in mildem Erinnerungslicht schwebendes Bild entstehen.

Paula Richter hat „Immensee“ mit atmosphärischen Schattenbildern für das Papiertheater gestaltet. Ulrike Richter liest die gekürzte Erzählung, zeigt das Papiertheater und singt Storm-Verse, die sie mit Melodien des 19. Jahrhunderts u.a. von Franz Schubert, Louis Spohr, Bettina Brentano, Robert Schumann, Fanny Hensel und Edvard Grieg unterlegt hat und auf der Hakenharfe begleitet.

Lesung, Spiel, Gesang und Hakenharfe: Ulrike Richter; Bühnenbild: Paula Richter

Dauer ca. 70 min

Premiere: April 2015

 

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